
Mein Weg…
hat mich durch viele Umwege mit allerlei Kompetenzen ausgerüstet. Der rote Faden war immer, mehr über das Leben zu lernen, um ganz praktisch das Gelernte zum Wohl aller einzusetzen.
Da ich ein Mensch bin, der in der Tiefe und Langsamkeit zuhause ist, in der Kreativität aufblüht und die Menschlichkeit im Herzen trägt, ist diese teilweise schnelllebige und leistungsorientierte Welt nicht immer ganz einfach.
Doch meine dadurch entstandenen Kompetenzen entpuppten sich auf meinem Weg als starke Weg Begleiter. Ausgestattet mit einer endlosen Kreativität, dem Mut hinzuschauen, wo es unangenehm ist, dem tief empfunden Wunsch zu verstehen und einem emphatischen Herzen, das sich für das Wohlergehen aller einsetzen möchte, fühle ich mich heute mit mir Selbst gut aufgehoben.
Der Lebenswegs eines Menschen lässt sich auf unzählige Arten und Weisen zusammenfassen. Unten aufgeführt findest du meine offiziellen Errungenschaften, die zu meiner Selbstständigkeit geführt haben.
Das Leben geht nicht immer geradeaus.
Das ist wohl eines der Dinge, die jede*r an irgendeinem Punkt in seinem Leben akzeptieren lernt - nicht jeder Zukunftsplan wird wie gewünscht aufgehen.
Wäre das so gewesen, dann wäre ich jetzt seit einigen Jahren Künstlerin, Psychologin, Innenarchitektin, oder Regisseurin, ohne je nach links oder rechts geschaut zu haben.
Da mein Plan so nicht aufgegangen ist, habe ich stattdessen viel nach links und rechts geschaut. Ich habe am Meer und im Wald gelebt und gearbeitet. Habe für unzählige Menschen gekocht, mit ihnen gefeiert, unter Sternen geschlafen und mit Schafen gefrühstückt.
Freundschaften in verschiedenen Ländern geknüpft, geliebt, gelitten und immerzu Neues gelernt. Wobei ich jedes Mal zu meinen anfänglichen Wünschen zurückkehre - reicher, als es ein geradeaus-Weg mir hätte ermöglichen können.
In gewisser Weise bin ich all diese Dinge geworden:
- Ich bin Künstlerin, inspiriert von der Ästhetik, die ich an den seltsamsten Orten und in den herausforderndsten Situationen finden konnte.
- Ich bin Innenausstatterin und Kuratorin, wenn ich meine Gedanken und Fragen, abstrakte Gefühle und Herausforderungen in meinen interaktiven Ausstellungen erlebbar mache.
- Ich bin Regisseurin, wenn ich meinen Tag plane, mir eine Haltung aussuche, mit der ich rausgehe, meine Kleidung zurechtlege, wenn ich neu entscheide, wie ich mit Gefühlen und den Situationen weitergehen, umspringen oder Tango tanzen werde.
- Ich bin wie eine Detektivin der grundliegenden Natur des Menschseins auf die Spur, wenn ich mithilfe von gewaltfreier Kommunikation und einer seelenzentrierten Haltung genau hinhöre, was meinen Gegenüber oder mich bewegt.
Durch die Steine auf meinem Weg habe ich gelernt zu feiern, zu stolpern, zu Schimpfen wie ein Rohrspatz, oder auch erstmal wieder auf dem Boden der Tatsachen anzukommen. Bis, ganz bei mir angekommen, sich die Aufmerksamkeit wieder ausbreiten kann und Inspiration findet. In einer Schnecke, die mit endloser Geduld den Boden küsst auf dem sie geht, in einer Amsel, die sich wie ein Verbrecher umsieht und duckt bevor sie losrennt, in einem Pflänzchen, das sich trotzig zwischen den Kieseln durchgekämpft hat und mit aller Kraft für sich einsteht.
Aus jeder Herausforderung gibt es etwas lehrreiches mitzunehmen und wenn es nur eine Haltung ist, wie wir damit umgehen möchten.
Und da es mehr als 10.000 Wege gibt den nächsten Schritt zu machen, wähle ich meinen bedacht, küsse das trotzige Pflänzchen, stupse die endlos liebende Schnecke an, rapple mich auf und renne keckernd mit geduckten Kopf davon, gleich der Amsel, die von einem Ort der Taten flieht. Denn das Leben ist vieles, aber mit mir selbst an meiner Seite ist es auf jeden Fall nicht langweilig.






